Zusammenarbeit von Sallhofer und Ceres Mühle Brüssel
Rohrbau als Teil der Automatisierung
Zusammenarbeit von Sallhofer und Ceres Mühle Brüssel
Rohrbau als Teil der Automatisierung

Zusammenarbeit von Sallhofer und Ceres Mühle Brüssel
Rohrbau als Teil der Automatisierung
Wie der Mühlenrohrbau in Brüssel zum Teil des Automatisierungskonzepts wurde.
Bei der Neuinstallation der Ceres Mühle in Brüssel spielte der Mühlenrohrbau eine wichtige Rolle. Die Anlage wurde mit einem hohen Automatisierungsgrad konzipiert und soll von einem Müller überwachen und bedient werden können. Zugleich sollte der Energiebedarf der Gesamtanlage möglichst niedrig bleiben. Für den Produktfluss setzten die Planer auf eine platzsparende Rohrführung, die künftige Änderungen zulässt.
Die Bindewald & Gutting Mühlengruppe hatte bereits mehrere Projekte mit Sallhofer Mühlenrohrbau umgesetzt und sich auch bei der Ceres Mühle für eine Zusammenarbeit entschieden. Sowohl bei der Montage als auch im praktischen Betrieb gab es gute Erfahrungen und die Anbindung an unterschiedliche Maschinen, etwa an die Walzenstühle und Plansichter von Swisca, ließ sich ohne größere Schwierigkeiten realisieren. Ausschlaggebend für die Beauftragung von Sallhofer waren zudem die kompakte Bauweise und die Möglichkeit, Rohrleitungen mit Längen von bis zu sechs Metern einzusetzen. So lassen sich auch längere Strecken mit vergleichsweise wenigen Verbindungselementen ausführen. Das erleichtert die Montage, sorgt für eine übersichtliche Rohrführung und verringert zugleich die Zahl möglicher Ablagerungsstellen.
Da die Ceres Mühle mit möglichst wenig Personal betrieben werden soll, reicht es nicht nur die Hauptmaschinen zu automatisieren. Auch Produktwege und Klappenstellungen müssen angesteuert und zuverlässig überwacht werden können. Deshalb wurden die Klappkästen in das Automatisierungskonzept einbezogen. Für die Ceres Mühle fiel die Entscheidung auf elektrisch betätigte Klappkästen anstelle pneumatischer Ausführungen. Damit lassen sich Energieverluste bei der Drucklufterzeugung und durch mögliche Leckagen vermeiden; Energie wird im Wesentlichen nur während des Stellvorgangs benötigt. Da die Klappkästen für die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit der Anlage entscheidend sind, wurden sie vor der Bestellung vom Kunden intensiv geprüft. In einem Lebensdauertest absolvierten sie eine sehr hohe Zahl an Schaltzyklen. Die erreichte Zyklenzahl entsprach nach den zugrunde gelegten Annahmen einer außergewöhnlich langen Betriebsdauer, weshalb projektintern vom „50-Jahre-Test“ gesprochen wurde. Für das Projekt war vor allem die daraus gewonnene Sicherheit entscheidend, dass sich die elektrische Lösung auch für einen langfristigen Dauerbetrieb eignet.
Bei der Planung spielte außerdem die spätere Veränderbarkeit der Anlage eine Rolle. Mühlen bleiben während ihrer Betriebszeit selten unverändert. Maschinen werden ersetzt, Produktwege verändert oder zusätzliche Verfahrensschritte eingebaut. Der Rohrbau muss solche Eingriffe zulassen, ohne dass größere Bereiche der Anlage neu aufgebaut werden müssen. Nach Angaben von Sallhofer können viele Anpassungen am eingesetzten System mit überschaubarem Aufwand vorgenommen werden. Das Beispiel der Ceres Mühle zeigt damit, dass der Mühlenrohrbau bei hoch automatisierten Anlagen mehr ist als die Verbindung zwischen zwei Maschinen. Rohrführung und Klappentechnik werden zu einem Bestandteil des Prozesskonzeptes. In Brüssel mussten sie sich deshalb ebenso in die Automatisierung einfügen wie die eigentlichen Verarbeitungsmaschinen.

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