Markt
Sojaanbau 2026 in Deutschland auf Rekordkurs
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Sojaanbau 2026 in Deutschland auf Rekordkurs
Das Sojaangebot der EU 27 wird nach einer Schätzung der EU-Kommission in der Vermarktungssaison 2026/27 unter dem Vorjahresniveau liegen. Ausschlaggebend für die geringere Erntemenge ist insbesondere der deutliche Rückgang der italienischen Erzeugung. In Deutschland wird dagegen ein Höchststand erreicht.
Für das laufende Erntejahr wird eine Produktion von knapp 2,8 Mio. t Sojabohnen erwartet, rund 1% weniger als 2025. Ausschlaggebend für das insgesamt kleinere Sojaangebot der EU 27 sind nach Recherchen der Agrarmarkt Informations Gesellschaft mbH geringere Ertragserwartungen. Italien bleibt mit den aktuell prognostizierten 899.000 t zwar größter EU-Erzeuger, verfehlt das Vorjahresvolumen jedoch voraussichtlich um rund 15%. Damit würde die italienische Sojaernte auf den niedrigsten Stand der vergangenen fünf Jahre fallen. Für Frankreich als zweitgrößten EU Anbieter rechnet die Kommission dagegen mit einem Anstieg um 4% auf 408.000 t. Auch in weiteren Mitgliedstaaten wird das Sojaaufkommen über dem Vorjahresniveau gesehen.
Besonders dynamisch entwickelt sich die Sojaerzeugung in Deutschland. Die EU Kommission erwartet gegenüber 2025 einen Zuwachs von gut 21% auf 159.000 t, womit die Ernte voraussichtlich das bislang höchste verzeichnete Niveau erreicht. Trotz des im EU Vergleich weiterhin begrenzten absoluten Umfangs gewinnt Deutschland damit an Bedeutung. Die Ausweitung von Anbau und Erzeugung unterstreicht die Rolle Deutschlands als Wachstumsmarkt, getragen von der steigenden Nachfrage nach heimischen Eiweißträgern.

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