Von München ins Tessin mit 37 Müllern
Bayerischer Müllerbund auf Studienreise 2026
Von München ins Tessin mit 37 Müllern
Bayerischer Müllerbund auf Studienreise 2026
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Von München ins Tessin mit 37 Müllern
Bayerischer Müllerbund auf Studienreise 2026
Die Studienreise des Bayerischen Müllerbundes dauerte vom 30. April bis 4. Mai 2026. Im Reisebus machten 37 Müllerinnen und Müller eine Rundreise vom Münchner Norden bis ins Schweizer Tessin. Ein volles Fachprogramm mit Vorträgen und Betriebsführungen sorgte für intensive Gespräche und Diskussionen.
Von München starteten die Teilnehmer des Studienreise des Bayerischen Müllerbundes mit einem Reisebus zur ersten Etappe der Reise. Über Augsburg ging es in die Schweiz nach St. Gallen zur Schweizer Müllereifachschule und von dort nach Uzwil an den Standort von Bühler. Folgende Teilnehmer waren mit dabei: Simon Bretthauer, Greta Vahrenhorst, Josef und Christine Vogt, Fritz Schweiger, Bettina Hettwer, Martin und Michael Hemmer, Manfred und Margarethe Jesser, Edgar und Daniela Kemmer, Christian und Christine Rückert, Franz Holzner, Alfred Thurmaier, Anton Mühlebach, Elisabeth Duttweiler, Monika Drax, Detlef Eibisch, Klaus Heimerl, Michael Sailer, Hubertus Nitzschke, Timm Scharf, Albert Stinzendörfer, Philipp Strohmaier, Stefan Winkler, Carolina Göggerle, Markus Huemer, Franz Grabmer, Ulrich Hochmuth und Gerhard Wieser sowie für Mühle + Mischfutter Rainer Miserre und Sabine Kemper sowie der Präsident des Bayerischen Müllerbundes Rudolf Sagberger und der Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes Dr. Josef Rampl.
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Kurz nach Start folgte der erste Stopp bei Hosokawa Alpine in Augsburg. Herzlicher Empfang mit Besichtigung des Technikums und der Fertigung von Maschinen zur Aufbereitung/Handling von Pulvern, Granulaten sowie Schüttgütern. CEO Michael Kuhnen begrüßte die Gäste. Daniel Lachhammer, Fields Sales Engineer und Melanie Sigmund, Sales Managerin Food, hielten die Fachpräsentation.
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Am Abend erreichte die Gruppe St. Gallen. Der Wechsel war deutlich. Nach der Fertigung in Augsburg stand die Ausbildung im Mittelpunkt. Schulleiter Michael Weber empfing die Teilnehmer in der Schweizerischen Müllereifachschule, die international als Swiss School of Milling auftritt. Nach dem Apéro präsentierte er anhand von ausgewählten Zahlen unterhaltsam die wichtigsten Fakten seiner Schule.
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Am zweiten Tag standen ein Besuch bei der Bühler Group in Uzwil mit anschließender Besichtigung der Grüninger Mühle in Flums auf der Tagesordnung. Im Grain Innovation Center (GIC) präsentierte Stefan Birrer, Managing Director Milling Solution bei Bühler, einen ersten Überblick. Rudolf Hofer, Head of Grain Innovation, stellte beim anschließenden Rundgang aktuelle Entwicklungsprojekte vor.
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Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aus- und Weiterbildung. Dario Grossmann, Head of Milling Academy, machte deutlich, wie stark sich das Berufsbild verändert. Automation, Elektrik, Datenanalyse und Fehlersuche werden in der Ausbildung für Müller immer wichtiger.
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Beim nächsten Stopp in Flums begrüßten Firmenchef Christoph Grüninger, Philipp Marquart (stv. Geschäftsführer) und Jonas Tremp (Qualitätsmanagement der Grüninger Mühle) die Besucher. Beeindruckend war der Mühlenrundgang mit Georg Schafler (Head of Milling Technologie) und Jochen Schneider (Area Sales Manager bei Bühler). Beide erläuterten die digitalisierte Produktion mittels Temperatur- und Vibrationsmessung, Energieermittlung und Messung der Gesamtanlageneffektivität.
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Nach der Weiterreise ins Tessin stand Müller Alessandro Fontana Rede und Antwort. Er leitet mit der Mulino Maroggia die letzte kommerzielle Mühle im Tessin (CH). Die Mühle brannte im Jahr 2020 ab und löste einen Generalalarm aus. Zwar konnten Teile der Gebäude gerettet werden, dennoch gelang der Wiederaufbau nur mit vereinter Unterstützung aller. Die Stadt, das Land, der Versicherer Allianz, Maschinenbauer Bühler und ein befreundeter Müller halfen umgehend. Nach drei Jahren des Aufbaus blicken jetzt alle stolz auf die neue automatisierte Mühle, die in der Region für das tägliche Brot sorgt.
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Auf der Rückreise stand abschließend die Weissachmühle in Oberstaufen/Allgäu auf dem Programm. Geschäftsführerin Linda Köberle begrüßte die Gäste bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Königlich BayerischenEnzianhütte.
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Aus dem einst kleinen, traditionellen Mühlenbetrieb ist inzwischen einer der renommiertesten Mischfutterhersteller in Süddeutschland geworden. Die Weissachmühle ist heute die einzige noch verbliebene Mühle im Allgäu. Alle Mischfuttersorten werden seit Jahrzehnten rein auf pflanzlicher Basis, also ohne tierische Produkte wie Tiermehl, Tierfett, Fleischknochenmehl oder Fischmehl hergestellt. Fazit: Eine gelungene und vor allem sehr informative Reise - einfach PhänoMEHLnal.
Die nächste Studienreise mit dem Bayerischen Müllerbund ist für übernächstes Jahr geplant.
Lesen Sie Etappe 1 den Bericht zu Hosokawa und der Schweizer Müllerschule hier.
Lesen Sie Etappe 2 den Bericht zur Grüninger Mühle und Bühler hier.
Lesen Sie Etappe 3 den Bericht zur Mulino Marrogia hier.
Lesen Sie Etappe 4 den Bericht zur Weissachmühle hier.
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Der Bayerische Müllerbund e.V., Landesverband der Bayerischen Mühlen, wurde 1910 in Landshut – Ellermühle als „Vereinigung bayerischer mittlerer und kleinerer Handels- und Kundschaftsmühlenbesitzer“ gegründet. Schnell entwickelte er sich zum mitgliederstärksten Berufsverband der Müller(innen) in Deutschland. Heute versinnbildlicht er eine junge, moderne Organisation mit dem Anspruch die Zukunft des Müllerhandwerks maßgeblich mitzugestalten.




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