RELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply Chain
RELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply Chain
RELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply Chain

RELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply Chain
RELEX Solutions hat seinen Report „State of Supply Chain 2026: Volatility, trade-offs and the rise of AI“ veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Künstliche Intelligenz (KI) von einer experimentellen Technologie zunehmend zu einem integralen Bestandteil der operativen Entscheidungsunterstützung in der Supply-Chain-Planung entwickelt.
Weltweit geben 67 Prozent der Führungskräfte aus Handel und Produktion an, dass ihr Vertrauen in den Einsatz von KI für Entscheidungen in der Supply Chain im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. In Großbritannien, Deutschland und Frankreich liegt dieser Wert mit 71 Prozent noch höher. Für 53 Prozent der Befragten in diesen drei Ländern soll KI vor allem Empfehlungen liefern, die finale Entscheidung jedoch weiterhin von Menschen getroffen werden. Nur 15 Prozent würden KI vollständig autonome Entscheidungen in der Supply Chain anvertrauen. 42 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits KI-gestützte Bestands- und Supply-Optimierung oder planen deren Einsatz, während 44 Prozent KI in den Bereichen Logistik und Routenplanung anwenden.
Ein detaillierter Blick auf die europäischen Ergebnisse zeigt, dass Unternehmen ihre Investitionen in KI weiter ausbauen: 68 Prozent planen in den nächsten drei bis fünf Jahren Investitionen in generative und agentenbasierte KI, 55 Prozent in prädiktive KI. Diese Investitionen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Volatilität der Kundennachfrage – 32 Prozent der Führungskräfte nennen dies als eine der größten Herausforderungen der kommenden drei Jahre. Dadurch steigt der Bedarf an intelligenteren und reaktionsfähigeren Planungssystemen.
Mehr Reaktionsfähigkeit im Handel
Vor allem Einzelhändler spüren weiterhin die Auswirkungen unsicherer Nachfrage. 31 Prozent von ihnen nennen die Anpassung an kurzfristige Veränderungen im Kundenverhalten als zentrale Herausforderung. Dies verdeutlicht den Bedarf an höherer Transparenz in der Nachfrage und an agileren Planungsprozessen. Um mit dieser Volatilität umzugehen, setzen Handelsunternehmen verstärkt auf KI-gestützte Prognosen, Bestandsoptimierung und Entscheidungsunterstützung. Ziel ist es, schneller auf Veränderungen im Kundenverhalten zu reagieren und gleichzeitig Margen zu sichern sowie die Warenverfügbarkeit zu gewährleisten.
KI stabilisiert Beschaffung
Anders sind die Herausforderungen für fertigende Unternehmen in Großbritannien, Deutschland und Frankreich. 65 Prozent geben an, dass Störungen in der Rohstoffbeschaffung den größten Einfluss auf ihre Supply Chain haben – deutlich mehr als der globale Durchschnitt von 57 Prozent. Zudem nennen 40 Prozent regulatorische Anforderungen und Compliance als zunehmende operative Herausforderung. KI wird hier verstärkt eingesetzt, um Nachfragesignale mit Beschaffungs- und Produktionsentscheidungen zu verknüpfen. Dadurch können Unternehmen die Prognosegenauigkeit verbessern, Lieferantenrisiken reduzieren und ihre Flexibilität angesichts anhaltender Volatilität in Bezug auf Materialien, Regulierung und geopolitische Entwicklungen erhöhen.
Kernkompetenz KI
Branchenübergreifend zeigt sich ein klarer Wandel: weg von rein reaktiven Maßnahmen hin zu technologiegestützter Planung. Unternehmen investieren gezielt in KI-Funktionen, die die Prognosegenauigkeit verbessern, Bestandsentscheidungen automatisieren und schnellere, fundiertere Reaktionen auf Veränderungen ermöglichen.
„Künstliche Intelligenz wird zunehmend Teil der täglichen Entscheidungsfindung in der Supply Chain“, sagt Dr. Madhav Durbha, Group Vice President of Manufacturing Industry Strategy bei RELEX Solutions. „Angesichts anhaltender Volatilität investieren Unternehmen in KI-gestützte Prognosen, Optimierung und Entscheidungsunterstützung. So können sie gezielter reagieren und fundiertere Entscheidungen treffen, auch wenn sie sich die Voraussetzungen schnell verändern.“
Darüber hinaus zeigt der Report, dass Nachhaltigkeit von einem strategischen Ziel zu einer operativen Rahmenbedingung geworden ist. 63 Prozent der Befragten weltweit geben an, dass die Bedeutung von Nachhaltigkeit in ihrer Supply-Chain-Strategie zugenommen hat. Gleichzeitig nennen 34 Prozent der Hersteller regulatorische Anforderungen und Compliance als Störfaktor. Unternehmen reagieren auf ein zunehmend unsicheres Umfeld, indem sie ihre KI-gestützten Planungsfähigkeiten ausbauen – anstatt sich ausschließlich auf Sicherheitsbestände oder reaktive Maßnahmen zu verlassen. Mehr Infos und Download der Studie hier.
Methodik
Der Report basiert auf einer im Januar 2026 durchgeführten Umfrage unter 514 Führungskräften aus Handel, Produktion, Großhandel und Supply Chain, die von Researchscape erhoben wurde. Darunter befinden sich auch Teilnehmende aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Die Ergebnisse wurden entsprechend des nominalen Bruttoinlandsprodukts der Länder gewichtet, um eine möglichst repräsentative Verteilung zu gewährleisten.
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